Winnetou
Winnetou ist eine berühmte Gestalt aus dem gleichnamigen Roman und anderen Werken des deutschen Autors Karl May (1842-1912), die im Wilden Westen spielen. Bei dieser Figur handelt es sich um einen fiktiven Häuptling der Mescalero-Apachen. Winnetou verkörpert den edlen, guten Indianer und kämpft mit seiner „Silberbüchse“ auf seinem Pferd Iltschi für Gerechtigkeit und Frieden. Dabei wird er meistens von seinem weißen Freund und Blutsbruder Old Shatterhand begleitet, aus dessen Sicht als Erzähler die Geschichten um Winnetou oft verfasst sind.
Winnetou ist eine berühmte Gestalt aus dem gleichnamigen Roman und anderen Werken des deutschen Autors Karl May (1842-1912), die im Wilden Westen spielen. Bei dieser Figur handelt es sich um einen fiktiven Häuptling der Mescalero-Apachen. Winnetou verkörpert den edlen, guten Indianer und kämpft mit seiner „Silberbüchse“ auf seinem Pferd Iltschi für Gerechtigkeit und Frieden. Dabei wird er meistens von seinem weißen Freund und Blutsbruder Old Shatterhand begleitet, aus dessen Sicht als Erzähler die Geschichten um Winnetou oft verfasst sind.
Winnetou machte von den ersten Auftritten bis zum Spätwerk einen großen Wandel durch. Während er anfangs noch ein älterer Wilder war, der seine Feinde skalpierte und auch mal einen Zigarrenstummel aß, wurde er immer mehr idealisiert, bis er schließlich zur Symbolfigur des „edlen Wilden“ wurde, der allein schon moralisch allen Weißen überlegen ist.
Der typische Winnetou der Reiseerzählungen ist sauber und ordentlich, aber nicht auffällig, nach indianischer Weise gekleidet. Er trägt keine Rangabzeichen als Häuptling, insbesondere keine Adlerfedern. Ebenso verzichtet er in der Regel auf Skalps als Trophäen von Feindberührungen (lediglich einmal – in „Winnetou II“ – skalpiert er einen vermeintlich Getöteten), nicht jedoch auf Jagdtrophäen, da er eine Kette mit Bärenkrallen und -zähnen trägt.
Winnetou ist von Grund auf tapfer, ehrlich und gerecht. Den weitgehenden Verzicht sowohl auf Rache als auch auf das Töten von Feinden hat er jedoch von Old Shatterhand übernommen. Allgemein neigt Winnetou zu Kollektivbeschuldigungen und zu Vorurteilen (Überfall auf das Vermessungslager einschließlich Zweikampf mit Old Shatterhand; „Falsche Männer des Südens“, gemeint sind Mexikaner; usw.).
Winnetou ist ein perfekter Reiter und Schütze. Außerdem ist er auch in allen anderen indianischen Waffen und Kampftechniken bestens geübt. Er beherrscht neben Apache auch mehrere andere Indianersprachen sowie Englisch und bekräftigt seine kurzen Sätze des Öfteren mit einem kurzen „Howgh“. Grundkenntnisse weist er in Französisch und Deutsch auf. Er kann lesen und schreiben. Er besuchte Old Shatterhand in Dresden und begleitete diesen nach Nordafrika („Satan und Ischariot“-Trilogie).
Winnetou nennt Gefährten von Old Shatterhand bzw. andere „gute“ Westmänner gerne „Bruder“, sondert sich in der Gruppe aber von diesen ab und lässt gelegentlich seine oder Old Shatterhands Überlegenheit gegenüber ihnen durchblicken. Hier ist Old Shatterhand Vermittler zwischen seinen weißen Begleitern und Winnetou. Winnetou ist nie länger ohne Old Shatterhand mit anderen weißen Westmännern „zweiten Ranges“ zusammen. Wohl aber mit Old Firehand und Old Surehand, die jedoch klar zur „ersten Kategorie“ zählen. Das innige Verhältnis wurde auch als latent homosexuell beschrieben, so bei Arno Schmidt in „Sitara und der Weg dorthin“, was auch Einfluss bei einigen filmischen Adaptionen hatte.
Winnetou machte von den ersten Auftritten bis zum Spätwerk einen großen Wandel durch. Während er anfangs noch ein älterer Wilder war, der seine Feinde skalpierte und auch mal einen Zigarrenstummel aß, wurde er immer mehr idealisiert, bis er schließlich zur Symbolfigur des „edlen Wilden“ wurde, der allein schon moralisch allen Weißen überlegen ist.
Der typische Winnetou der Reiseerzählungen ist sauber und ordentlich, aber nicht auffällig, nach indianischer Weise gekleidet. Er trägt keine Rangabzeichen als Häuptling, insbesondere keine Adlerfedern. Ebenso verzichtet er in der Regel auf Skalps als Trophäen von Feindberührungen (lediglich einmal – in „Winnetou II“ – skalpiert er einen vermeintlich Getöteten), nicht jedoch auf Jagdtrophäen, da er eine Kette mit Bärenkrallen und -zähnen trägt.
Winnetou ist von Grund auf tapfer, ehrlich und gerecht. Den weitgehenden Verzicht sowohl auf Rache als auch auf das Töten von Feinden hat er jedoch von Old Shatterhand übernommen. Allgemein neigt Winnetou zu Kollektivbeschuldigungen und zu Vorurteilen (Überfall auf das Vermessungslager einschließlich Zweikampf mit Old Shatterhand; „Falsche Männer des Südens“, gemeint sind Mexikaner; usw.).
Winnetou ist ein perfekter Reiter und Schütze. Außerdem ist er auch in allen anderen indianischen Waffen und Kampftechniken bestens geübt. Er beherrscht neben Apache auch mehrere andere Indianersprachen sowie Englisch und bekräftigt seine kurzen Sätze des Öfteren mit einem kurzen „Howgh“. Grundkenntnisse weist er in Französisch und Deutsch auf. Er kann lesen und schreiben. Er besuchte Old Shatterhand in Dresden und begleitete diesen nach Nordafrika („Satan und Ischariot“-Trilogie).
Winnetou nennt Gefährten von Old Shatterhand bzw. andere „gute“ Westmänner gerne „Bruder“, sondert sich in der Gruppe aber von diesen ab und lässt gelegentlich seine oder Old Shatterhands Überlegenheit gegenüber ihnen durchblicken. Hier ist Old Shatterhand Vermittler zwischen seinen weißen Begleitern und Winnetou. Winnetou ist nie länger ohne Old Shatterhand mit anderen weißen Westmännern „zweiten Ranges“ zusammen. Wohl aber mit Old Firehand und Old Surehand, die jedoch klar zur „ersten Kategorie“ zählen. Das innige Verhältnis wurde auch als latent homosexuell beschrieben, so bei Arno Schmidt in „Sitara und der Weg dorthin“, was auch Einfluss bei einigen filmischen Adaptionen hatte.