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ABCAbwTruppe
AufklTruppe
FernspähTruppe
FschJgTruppe
JgTruppe
PzGrenTruppe
PzTruppe
ABC-Abwehr ist ein (militärischer) Sammelbegriff für Schutz- und Abwehrmaßnahmen gegen die Wirkung von ABC-Kampfmitteln, also atomarer, biologischer und chemischer Kampfstoffe. Im deutschen, schweizerischen und österreichischen Heer sind die ABC-Abwehrtruppen eine eigene Truppengattung.
Die ABC-Abwehrtruppe ist im deutschen Heer eine Truppengattung, die zu den Kampfunterstützungstruppen zählt.
Geschichte
Die Truppengattung hat sich aus der Nebeltruppe beziehungsweise Werfertruppe (Waffenfarbe bereits bordeauxrot) der Wehrmacht entwickelt. Neben dem Ausbringen von Nebel und chemischen Kampfstoffen hatte diese Truppe auch bereits das Gasspüren und die Geländedekontamination als Aufgabe. Die Wehrmacht und ihre Truppenteile begründen jedoch nicht das Traditionsverständnis der ABC-Abwehrtruppe der Bundeswehr. Eine vergleichbare Truppengattung hat es in der Wehrmacht ohnehin nicht gegeben. Bei der Gründung der Bundeswehr wurden 1956 die ersten ABC-Abwehreinheiten aufgestellt. 2002 hat die ABC-Abwehrtruppe rund 2900 Dienstposten ausgewiesen.
Aufgaben
ABCAbwehr-Aufgaben können in zwei Phasen unterteilt werden:
Die ABC-Abwehrtruppe ist im deutschen Heer eine Truppengattung, die zu den Kampfunterstützungstruppen zählt.
Geschichte
Die Truppengattung hat sich aus der Nebeltruppe beziehungsweise Werfertruppe (Waffenfarbe bereits bordeauxrot) der Wehrmacht entwickelt. Neben dem Ausbringen von Nebel und chemischen Kampfstoffen hatte diese Truppe auch bereits das Gasspüren und die Geländedekontamination als Aufgabe. Die Wehrmacht und ihre Truppenteile begründen jedoch nicht das Traditionsverständnis der ABC-Abwehrtruppe der Bundeswehr. Eine vergleichbare Truppengattung hat es in der Wehrmacht ohnehin nicht gegeben. Bei der Gründung der Bundeswehr wurden 1956 die ersten ABC-Abwehreinheiten aufgestellt. 2002 hat die ABC-Abwehrtruppe rund 2900 Dienstposten ausgewiesen.
Aufgaben
ABCAbwehr-Aufgaben können in zwei Phasen unterteilt werden:
- ABC-Aufklärung: Ziel ist das Erkennen eines ABC-Einsatzes und der daraus resultierende und vorbeugende ABC-Schutz von Personen, Material sowie die Reduzierung der Auswirkungen des Einsatzes von ABC-Kampfmitteln.
- Dekontamination: ABC-Abwehr-Einheiten entseuchen, entstrahlen, entgiften und entwesen Fahrzeuge (Dekon) oder Kampftruppen, Personen (Dekon-P) und können des Weiteren auch zur Trinkwasseraufbereitung herangezogen werden.
Die Heeresaufklärungstruppe ist eine 2008 aufgestellte Truppengattung des Heeres der Bundeswehr. Hauptaufgabe ist das Aufklären feindlicher Kräfte und die Erkundung unbekannten Geländes.
In ihr werden die bisherige Panzeraufklärungstruppe, die Fernspähtruppe und die Feldnachrichtenkräfte sowie die Luftlandeaufklärer und Teile der Artillerieaufklärung (in erster Linie Drohnenaufklärungskräfte) zusammengefasst.
Geschichte
Durch den Kommandeurbrief des Inspekteurs des Heeres wurde am 17. Oktober 2005 die Neuordnung der Truppengattungen im Heer bekannt gegeben. Speziell für die Aufklärungstruppenteile, d.h. die Panzeraufklärungstruppe, die Fernspähtruppe und die Feldnachrichtentruppe, hat dies gravierende Folgen. Die genannten, bisher mehr oder weniger selbstständigen Truppengattungen, werden zusammen mit den Drohnenaufklärungskräften der Artillerie in einer neuen Truppengattung, der Heeresaufklärungstruppe aufgehen. Zukünftig wird es deshalb gemischte Aufklärungskompanien und -bataillone geben. Damit stehen erstmals fast alle Aufklärungskräfte (Ausnahmen z. B. Aufklärungskräfte der Heeresflieger oder der ABC-Abwehrtruppe) unter einheitlicher Führung.
Auftrag
Die Verbände der Heeresaufklärungstruppe haben den Auftrag mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln alle Aspekte der taktischen Gefechtsfeldaufklärung abzudecken und so die Voraussetzung zur Erstellung eines möglichst realen militärischen Lagebildes für die Kommandeure der Kampftruppen sicherzustellen.
In ihr werden die bisherige Panzeraufklärungstruppe, die Fernspähtruppe und die Feldnachrichtenkräfte sowie die Luftlandeaufklärer und Teile der Artillerieaufklärung (in erster Linie Drohnenaufklärungskräfte) zusammengefasst.
Geschichte
Durch den Kommandeurbrief des Inspekteurs des Heeres wurde am 17. Oktober 2005 die Neuordnung der Truppengattungen im Heer bekannt gegeben. Speziell für die Aufklärungstruppenteile, d.h. die Panzeraufklärungstruppe, die Fernspähtruppe und die Feldnachrichtentruppe, hat dies gravierende Folgen. Die genannten, bisher mehr oder weniger selbstständigen Truppengattungen, werden zusammen mit den Drohnenaufklärungskräften der Artillerie in einer neuen Truppengattung, der Heeresaufklärungstruppe aufgehen. Zukünftig wird es deshalb gemischte Aufklärungskompanien und -bataillone geben. Damit stehen erstmals fast alle Aufklärungskräfte (Ausnahmen z. B. Aufklärungskräfte der Heeresflieger oder der ABC-Abwehrtruppe) unter einheitlicher Führung.
Auftrag
Die Verbände der Heeresaufklärungstruppe haben den Auftrag mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln alle Aspekte der taktischen Gefechtsfeldaufklärung abzudecken und so die Voraussetzung zur Erstellung eines möglichst realen militärischen Lagebildes für die Kommandeure der Kampftruppen sicherzustellen.
Fernspäher
sind die infanteristischen Aufklärer im deutschen Heer. Fernspähkräfte sind zur direkten Unterstützung anderer Spezialkräfte sowie zur Gewinnung, Auswertung und Dokumentation von Informationen von besonderer Bedeutung bei Tag und Nacht befähigt. Der Einsatz dieser Kräfte kann über einen längeren Zeitraum in allen Klimazonen über Land, Luft oder See erfolgen. Der Fernspähtrupp führt auf sich gestellt tief hinter den feindlichen Linien Aufklärung und Erkundung durch. Die englische Bezeichnung für die Fernspähaufklärung ist Long Range Surveillance (LRS) oder Long Range Reconnaissance (LRR), für den Fernspähtrupp Long Range Reconnaissance Patrol (LRRP). In Deutschland sind die Fernspäher Teil der Heeresaufklärungstruppe und seit März 2008 keine eigenständige Truppengattung mehr. Sie fungieren als spezialisierte Kräfte des Heeres mit erweiterter Grundbefähigung.
Neues Barettabzeichen der Heeresaufklärungstruppe
Die Farbe des Baretts ändert sich für alle Aufklärungsträger des Heeres zu schwarz, lediglich den Fernspähern und den Luftlandeaufklärern bleibt die Farbe bordeauxrot erhalten. Damit soll die Zugehörigkeit zur Division Spezielle Operationen sowie die Luftlandefähigkeit und die traditionelle Herkunft sichtbar unterstrichen werden, da traditionell die Barettfarbe aller Luftlandetruppenteile bordeauxrot ist. Als Waffenfarbe trägt sie die der Heeresaufklärer mit dem traditionellen goldgelb.
sind die infanteristischen Aufklärer im deutschen Heer. Fernspähkräfte sind zur direkten Unterstützung anderer Spezialkräfte sowie zur Gewinnung, Auswertung und Dokumentation von Informationen von besonderer Bedeutung bei Tag und Nacht befähigt. Der Einsatz dieser Kräfte kann über einen längeren Zeitraum in allen Klimazonen über Land, Luft oder See erfolgen. Der Fernspähtrupp führt auf sich gestellt tief hinter den feindlichen Linien Aufklärung und Erkundung durch. Die englische Bezeichnung für die Fernspähaufklärung ist Long Range Surveillance (LRS) oder Long Range Reconnaissance (LRR), für den Fernspähtrupp Long Range Reconnaissance Patrol (LRRP). In Deutschland sind die Fernspäher Teil der Heeresaufklärungstruppe und seit März 2008 keine eigenständige Truppengattung mehr. Sie fungieren als spezialisierte Kräfte des Heeres mit erweiterter Grundbefähigung.
Neues Barettabzeichen der Heeresaufklärungstruppe
Die Farbe des Baretts ändert sich für alle Aufklärungsträger des Heeres zu schwarz, lediglich den Fernspähern und den Luftlandeaufklärern bleibt die Farbe bordeauxrot erhalten. Damit soll die Zugehörigkeit zur Division Spezielle Operationen sowie die Luftlandefähigkeit und die traditionelle Herkunft sichtbar unterstrichen werden, da traditionell die Barettfarbe aller Luftlandetruppenteile bordeauxrot ist. Als Waffenfarbe trägt sie die der Heeresaufklärer mit dem traditionellen goldgelb.
Die Fallschirmjäger
bilden im deutschen Heer eine Truppengattung, die zur Kampftruppe zählt und mit Jägern und Gebirgsjägern den Truppengattungsverbund der Infanterie bildet. Fallschirmjäger sind der Teil der Luftlandetruppen, deren Auftrag nach dem Absetzen aus der Luft der infanteristische Kampf zu Fuß ist. Daher werden an Angehörige dieser Truppengattung schon in der Ausbildung hohe körperliche Anforderungen gestellt. Bedingt durch einen besonderen Korpsgeist haben die Fallschirmjäger der Bundeswehr wie auch in anderen Armeen ein elitäres Selbstverständnis.
Die Fallschirmjägertruppe
wird wie die Jägertruppe eingesetzt. Die Jägertruppe wird unter Verwendung leichter Waffen zu Fuß in unwegsamem und durchschnittenem Gelände eingesetzt und unter Verwendung leichter, teilweise schwimmfähiger Kraftfahrzeuge oder durch die Luft in den Einsatzraum herangeführt. Fallschirmjäger kämpfen sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff im Orts- und Häuserkampf, im Kampf um Gewässer, Wälder und Feldstellungen, bei Tag und Nacht. Sie können durch andere Truppengattungen unterstützt werden. Die Anforderungen an die Soldaten der Fallschirmjägertruppe sind ebenso wie ihre Belastung im Einsatz sehr hoch.
Die Fallschirmjägertruppe
kann darüber hinaus aufgrund ihrer Bewaffnung und Ausrüstung eigenständig und vorübergehend ohne Unterstützung durch andere Truppen weit hinter den feindlichen Linien infanteristisch kämpfen. Die Fallschirmjäger werden auf dem Luftweg unter Verwendung von Flugzeugen und Hubschraubern an ihren Einsatzort transportiert, wo sie entweder direkt abgesetzt werden oder mit dem Fallschirm abspringen. Die Fallschirmjäger werden überraschend an entscheidenden Gefechtsabschnitten oder im Rücken des Feindes zum Einsatz gebracht. Besonders schwierig sind dabei Absprung und Einsatz in unbekanntem Gelände. Da die Fallschirmjäger nur mit leichten Waffen und leichten Spezialfahrzeugen ausgerüstet sind, benötigen sie bei einem längeren Einsatz die Unterstützung anderer Truppengattungen.
bilden im deutschen Heer eine Truppengattung, die zur Kampftruppe zählt und mit Jägern und Gebirgsjägern den Truppengattungsverbund der Infanterie bildet. Fallschirmjäger sind der Teil der Luftlandetruppen, deren Auftrag nach dem Absetzen aus der Luft der infanteristische Kampf zu Fuß ist. Daher werden an Angehörige dieser Truppengattung schon in der Ausbildung hohe körperliche Anforderungen gestellt. Bedingt durch einen besonderen Korpsgeist haben die Fallschirmjäger der Bundeswehr wie auch in anderen Armeen ein elitäres Selbstverständnis.
Die Fallschirmjägertruppe
wird wie die Jägertruppe eingesetzt. Die Jägertruppe wird unter Verwendung leichter Waffen zu Fuß in unwegsamem und durchschnittenem Gelände eingesetzt und unter Verwendung leichter, teilweise schwimmfähiger Kraftfahrzeuge oder durch die Luft in den Einsatzraum herangeführt. Fallschirmjäger kämpfen sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff im Orts- und Häuserkampf, im Kampf um Gewässer, Wälder und Feldstellungen, bei Tag und Nacht. Sie können durch andere Truppengattungen unterstützt werden. Die Anforderungen an die Soldaten der Fallschirmjägertruppe sind ebenso wie ihre Belastung im Einsatz sehr hoch.
Die Fallschirmjägertruppe
kann darüber hinaus aufgrund ihrer Bewaffnung und Ausrüstung eigenständig und vorübergehend ohne Unterstützung durch andere Truppen weit hinter den feindlichen Linien infanteristisch kämpfen. Die Fallschirmjäger werden auf dem Luftweg unter Verwendung von Flugzeugen und Hubschraubern an ihren Einsatzort transportiert, wo sie entweder direkt abgesetzt werden oder mit dem Fallschirm abspringen. Die Fallschirmjäger werden überraschend an entscheidenden Gefechtsabschnitten oder im Rücken des Feindes zum Einsatz gebracht. Besonders schwierig sind dabei Absprung und Einsatz in unbekanntem Gelände. Da die Fallschirmjäger nur mit leichten Waffen und leichten Spezialfahrzeugen ausgerüstet sind, benötigen sie bei einem längeren Einsatz die Unterstützung anderer Truppengattungen.
Die Truppengattung Jäger gehört zur Infanterie. Auftrag der Infanterie ist der Kampf im Mittelgebirge, in Wäldern und in urbanem Gelände als Orts- und Häuserkampf auch unter schwierigen Witterungsbedingungen wie im Winter. Darüber hinaus bezeichnet der Dienstrang Jäger den niedrigsten Mannschaftsdienstgrad der Truppengattungen Fallschirmjäger, Gebirgsjäger und Jäger.
Ursprünge der Jägertruppe
Ein bronzener Preußischer Jäger bewacht das Kriegerdenkmal in Mogilno (Provinz Posen)
Die aus Jägern und Forstleuten bereits 1631 unter der Regentschaft von Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel aufgestellte Jägertruppe ist die älteste im deutschen Sprachraum. Vorläufer der Jäger waren die Bogenschützen, die ebenfalls im zerstreuten Gefecht teilweise im gezielten Schuss Feind gefechtsunfähig machten. Die Soldaten der Jägertruppe waren für den Dienst als Kundschafter, Kuriere, Scharfschützen und Plänkler außerhalb der regulären Schlachtordnung bestens geeignet. Wesentlicher Unterschied der Jäger zu Infanteristen der Linienregimenter war, dass sie gezogene Büchsen zum gezielten Schuss führten und diese in der Anfangszeit der Truppe selber mitbrachten. Im Gegensatz zu vielen Fremden oder Gepressten der Infanterie der damaligen Zeit handelte es sich um freiwillige Landeskinder, mit besonderer Loyalität zu ihrem Landesherrn. „Die Flinte ins Korn werfen“ war damit bei den Jägerbataillonen so gut wie ausgeschlossen, insbesondere da sie mit Büchsen und nicht mit Musketen ausgerüstet waren. Auf das Konzept dieser hessischen Einheiten gingen die später in Preußen mit dem Garde-Jäger-Bataillon und weiteren für jedes preußische Armeekorps als Korpstruppen sowie die in den anderen deutschen Staaten aufgestellten Jägertruppen zurück. Die heutigen Feldjäger als Militärpolizei gehen nach dem Auftrag her auf das reitendende Feldjägerkorps zurück, das für Kurierdienste vornehmlich aus Offizieren bestand. Der hessische Verband bestand in immer wieder erneuerter Form bis zur Besetzung Kurhessens im Jahr 1866 fort. Ihre Traditionskerne wie die Kasseler Jäger und die Marburger Jäger wurden unter diesen Bezeichnungen in der preußischen Armee fortgeführt und fanden sich auch in den Jägerbataillonen des Territorialheeres wieder.
Die Jägertruppe hatte den Auftrag, der eigenen Armee voraus aufzuklären und im gezielten Schuss vor allem Offiziere, aber auch Kanoniere gefechtsunfähig zu machen und so die Gefechtskraft gegnerischer Armeen herabzusetzen. Dazu wurde der Drill, der für die Linientruppen galt, weniger streng angewendet. Bei den Jägern stand nicht das möglichst „automatenhafte“ Ausführen von Schieß- und Ladeabläufen in dichter Formation und ein Aufmarschieren in geschlossener Gefechtskolonne im Mittelpunkt, sondern das selbständige Ausnutzen des Geländes und der gezielte Schuss auf ausgewählte Ziele. Daher führten die Jäger als Signalinstrument auch nur Jagdhörner und nie Trommeln. Die Jäger sollten in lockerer Aufstellung und kleineren Einheiten operieren, die nicht an geschlossene Formationen gebunden waren, dafür aber bewachsenes und durchschnittenes Gelände sowie Deckung besser ausnützten. So stand naturgemäß der gezielte scharfe Schuss im Vordergrund der Ausbildung. Es wurde häufig auf Zielscheiben geübt, was es zu dieser Zeit bei der Infanterie nicht oder kaum gab.
Ursprünge der Jägertruppe
Ein bronzener Preußischer Jäger bewacht das Kriegerdenkmal in Mogilno (Provinz Posen)
Die aus Jägern und Forstleuten bereits 1631 unter der Regentschaft von Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel aufgestellte Jägertruppe ist die älteste im deutschen Sprachraum. Vorläufer der Jäger waren die Bogenschützen, die ebenfalls im zerstreuten Gefecht teilweise im gezielten Schuss Feind gefechtsunfähig machten. Die Soldaten der Jägertruppe waren für den Dienst als Kundschafter, Kuriere, Scharfschützen und Plänkler außerhalb der regulären Schlachtordnung bestens geeignet. Wesentlicher Unterschied der Jäger zu Infanteristen der Linienregimenter war, dass sie gezogene Büchsen zum gezielten Schuss führten und diese in der Anfangszeit der Truppe selber mitbrachten. Im Gegensatz zu vielen Fremden oder Gepressten der Infanterie der damaligen Zeit handelte es sich um freiwillige Landeskinder, mit besonderer Loyalität zu ihrem Landesherrn. „Die Flinte ins Korn werfen“ war damit bei den Jägerbataillonen so gut wie ausgeschlossen, insbesondere da sie mit Büchsen und nicht mit Musketen ausgerüstet waren. Auf das Konzept dieser hessischen Einheiten gingen die später in Preußen mit dem Garde-Jäger-Bataillon und weiteren für jedes preußische Armeekorps als Korpstruppen sowie die in den anderen deutschen Staaten aufgestellten Jägertruppen zurück. Die heutigen Feldjäger als Militärpolizei gehen nach dem Auftrag her auf das reitendende Feldjägerkorps zurück, das für Kurierdienste vornehmlich aus Offizieren bestand. Der hessische Verband bestand in immer wieder erneuerter Form bis zur Besetzung Kurhessens im Jahr 1866 fort. Ihre Traditionskerne wie die Kasseler Jäger und die Marburger Jäger wurden unter diesen Bezeichnungen in der preußischen Armee fortgeführt und fanden sich auch in den Jägerbataillonen des Territorialheeres wieder.
Die Jägertruppe hatte den Auftrag, der eigenen Armee voraus aufzuklären und im gezielten Schuss vor allem Offiziere, aber auch Kanoniere gefechtsunfähig zu machen und so die Gefechtskraft gegnerischer Armeen herabzusetzen. Dazu wurde der Drill, der für die Linientruppen galt, weniger streng angewendet. Bei den Jägern stand nicht das möglichst „automatenhafte“ Ausführen von Schieß- und Ladeabläufen in dichter Formation und ein Aufmarschieren in geschlossener Gefechtskolonne im Mittelpunkt, sondern das selbständige Ausnutzen des Geländes und der gezielte Schuss auf ausgewählte Ziele. Daher führten die Jäger als Signalinstrument auch nur Jagdhörner und nie Trommeln. Die Jäger sollten in lockerer Aufstellung und kleineren Einheiten operieren, die nicht an geschlossene Formationen gebunden waren, dafür aber bewachsenes und durchschnittenes Gelände sowie Deckung besser ausnützten. So stand naturgemäß der gezielte scharfe Schuss im Vordergrund der Ausbildung. Es wurde häufig auf Zielscheiben geübt, was es zu dieser Zeit bei der Infanterie nicht oder kaum gab.
Ein Panzergrenadier
ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein Soldat, der aufgesessen mittels Schützenpanzer oder abgesessen infanteristisch kämpft. Panzergrenadiere begleiten die eigenen Kampfpanzer der Panzertruppe und bekämpfen in Operationen verbundener Kräfte (ehemals: Gefecht der verbundenen Waffen) auf- und abgesessen feindliche Infanterie sowie mittels Panzerabwehrhandwaffen auch gepanzerte Fahrzeuge. Die Panzergrenadiertruppe nutzt dazu das Gelände zum eigenen Vorteil. Im deutschen und österreichischen Heer ist die Panzergrenadiertruppe eine eigene Truppengattung. In Deutschland bezeichnet Panzergrenadier außerdem den niedrigsten Dienstgrad in Panzergrenadiereinheiten.
Geschichte der Truppengattung
Panzergrenadiere der Wehrmacht an der Ostfront
Ursprünglich beschreibt das Wort Grenadier den im Werfen von Granaten speziell ausgebildeten Infanteristen. Vorläufer der berittenen und damit beweglichen Infanterie waren Dragoner. Im Zweiten Weltkrieg wurden die infanteristischen Truppenteile in den Panzerdivisionen der Wehrmacht erstmals als Panzergrenadiere bezeichnet. Die Aufstellung von Panzergrenadierverbänden geht auf Heinz Guderian zurück, der als Entwickler der modernen Panzerwaffe gilt. Sein Konzept sah dabei vor, dass mit den Panzerverbänden die notwendige Unterstützung in einem Großverband zusammengefasst wurde. Dazu gehörten Pioniere, Artillerie, Instandsetzung und eben auch Infanterie. Für die Panzergrenadiere sah sein Konzept vor, dass diese mit einem gepanzerten Fahrzeug, dem Schützenpanzer, ausgerüstet den auf- und abgesessen Kampf führen sollten. Zu Beginn des Krieges waren die Panzergrenadierverbände unter der Bezeichnung Schützen und Kavallerieschützen in Regimentern gegliedert den Panzerdivisionen und Leichten Divisionen zugeordnet. Diese waren mit LKW motorisiert. Die im engen Verbund mit den Kampfpanzern operierenden Verbände waren die mit Beiwagen-Krädern beweglich gemachten Krad-Schützen, die als die eigentlichen Vorläufer der Panzergrenadiere gelten können. Nach dem Polenfeldzug wurden die leichten Divisionen in Panzerdivisionen umgegliedert, sodass nun alle infanteristischen Verbände als Schützen bezeichnet wurden. Am 5. Juli 1942 wurden diese dann in Panzergrenadiere umbenannt, unabhängig davon ob sie über gepanzerte Fahrzeuge verfügten. Tatsächlich verfügten nur etwa 25 % der Panzergrenadiere im Verlauf des Krieges bedingt durch die Rüstungslage über gepanzerte Fahrzeuge wie den Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 250 und den Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251. Als einziger Großverband der Wehrmacht war die Panzer-Lehr-Division eine voll gepanzerte Division. Als Waffenfarbe wurde 1943 Wiesengrün festgelegt. Einige Verbände der Wehrmacht behielten jedoch aus Traditionsgründen das Weiß der Infanterie oder das Gelb der Kavallerie.
ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein Soldat, der aufgesessen mittels Schützenpanzer oder abgesessen infanteristisch kämpft. Panzergrenadiere begleiten die eigenen Kampfpanzer der Panzertruppe und bekämpfen in Operationen verbundener Kräfte (ehemals: Gefecht der verbundenen Waffen) auf- und abgesessen feindliche Infanterie sowie mittels Panzerabwehrhandwaffen auch gepanzerte Fahrzeuge. Die Panzergrenadiertruppe nutzt dazu das Gelände zum eigenen Vorteil. Im deutschen und österreichischen Heer ist die Panzergrenadiertruppe eine eigene Truppengattung. In Deutschland bezeichnet Panzergrenadier außerdem den niedrigsten Dienstgrad in Panzergrenadiereinheiten.
Geschichte der Truppengattung
Panzergrenadiere der Wehrmacht an der Ostfront
Ursprünglich beschreibt das Wort Grenadier den im Werfen von Granaten speziell ausgebildeten Infanteristen. Vorläufer der berittenen und damit beweglichen Infanterie waren Dragoner. Im Zweiten Weltkrieg wurden die infanteristischen Truppenteile in den Panzerdivisionen der Wehrmacht erstmals als Panzergrenadiere bezeichnet. Die Aufstellung von Panzergrenadierverbänden geht auf Heinz Guderian zurück, der als Entwickler der modernen Panzerwaffe gilt. Sein Konzept sah dabei vor, dass mit den Panzerverbänden die notwendige Unterstützung in einem Großverband zusammengefasst wurde. Dazu gehörten Pioniere, Artillerie, Instandsetzung und eben auch Infanterie. Für die Panzergrenadiere sah sein Konzept vor, dass diese mit einem gepanzerten Fahrzeug, dem Schützenpanzer, ausgerüstet den auf- und abgesessen Kampf führen sollten. Zu Beginn des Krieges waren die Panzergrenadierverbände unter der Bezeichnung Schützen und Kavallerieschützen in Regimentern gegliedert den Panzerdivisionen und Leichten Divisionen zugeordnet. Diese waren mit LKW motorisiert. Die im engen Verbund mit den Kampfpanzern operierenden Verbände waren die mit Beiwagen-Krädern beweglich gemachten Krad-Schützen, die als die eigentlichen Vorläufer der Panzergrenadiere gelten können. Nach dem Polenfeldzug wurden die leichten Divisionen in Panzerdivisionen umgegliedert, sodass nun alle infanteristischen Verbände als Schützen bezeichnet wurden. Am 5. Juli 1942 wurden diese dann in Panzergrenadiere umbenannt, unabhängig davon ob sie über gepanzerte Fahrzeuge verfügten. Tatsächlich verfügten nur etwa 25 % der Panzergrenadiere im Verlauf des Krieges bedingt durch die Rüstungslage über gepanzerte Fahrzeuge wie den Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 250 und den Schützenpanzerwagen Sd.Kfz. 251. Als einziger Großverband der Wehrmacht war die Panzer-Lehr-Division eine voll gepanzerte Division. Als Waffenfarbe wurde 1943 Wiesengrün festgelegt. Einige Verbände der Wehrmacht behielten jedoch aus Traditionsgründen das Weiß der Infanterie oder das Gelb der Kavallerie.
Die Panzertruppe ist der Teil einer Landarmee, der sich ausschließlich aus mechanisierten Verbänden zusammensetzt und deren Hauptwaffensystem der Kampfpanzer ist. Die Panzertruppe bildet in vielen Landstreitkräften den gepanzerten Kern. In Deutschland, Österreich und der Schweiz bildet die Panzertruppe eine eigene Truppengattung.
Die Panzertruppe vor 1945
Bereits während des Ersten Weltkriegs wurden Panzer entwickelt, die jedoch nur vereinzelt eingesetzt wurden. Daher konnte man anfänglich noch nicht von einer eigenen Truppengattung „Panzertruppe“ sprechen. Der erste Einsatz britischer Tanks erfolgte in Flers an der Somme im Jahre 1916. Die britischen Armee führte allerdings bereits 1916 ein eigenständiges „Royal Tank Corps“. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges setzten auch deutsche Truppen einige, teilweise erbeutete, Panzer ein. Als Vordenker für die Gestaltung einer modernen Panzertruppe gilt jedoch erst der deutsche Generaloberst Heinz Guderian. Guderian leistete nach dem Ersten Weltkrieg taktische Grundlagenarbeit, indem er feststellte, dass der massive Einsatz von Panzern wirksamer ist als der vereinzelte Einsatz als Unterstützungswaffe für unmotorisierte Fußtruppen. Gliederung, Ausrüstung und Einsatzgrundsätze der neu aufgestellten Panzerdivisionen waren auf den Kampfpanzer als Hauptwaffe ausgerichtet. Alle anderen Waffen in diesen Verbänden waren auf das Zusammenwirken mit Kampfpanzern angewiesen. Im Rahmen der Aufrüstung im nationalsozialistischen Deutschland konnte er seine Ideen zu Organisation und Einsatz der Panzertruppe umsetzen, während in anderen Ländern Offiziere mit ähnlichen Ideen, wie zum Beispiel Charles de Gaulle in Frankreich oder John Frederick Charles Fuller in England, kein Gehör fanden. Diese Grundlagen ermöglichten die Blitzkriege der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg und gelten noch heute (siehe z. B. die Vorgehensweise der US Army im 2. Golfkrieg).
Die Panzertruppe vor 1945
Bereits während des Ersten Weltkriegs wurden Panzer entwickelt, die jedoch nur vereinzelt eingesetzt wurden. Daher konnte man anfänglich noch nicht von einer eigenen Truppengattung „Panzertruppe“ sprechen. Der erste Einsatz britischer Tanks erfolgte in Flers an der Somme im Jahre 1916. Die britischen Armee führte allerdings bereits 1916 ein eigenständiges „Royal Tank Corps“. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges setzten auch deutsche Truppen einige, teilweise erbeutete, Panzer ein. Als Vordenker für die Gestaltung einer modernen Panzertruppe gilt jedoch erst der deutsche Generaloberst Heinz Guderian. Guderian leistete nach dem Ersten Weltkrieg taktische Grundlagenarbeit, indem er feststellte, dass der massive Einsatz von Panzern wirksamer ist als der vereinzelte Einsatz als Unterstützungswaffe für unmotorisierte Fußtruppen. Gliederung, Ausrüstung und Einsatzgrundsätze der neu aufgestellten Panzerdivisionen waren auf den Kampfpanzer als Hauptwaffe ausgerichtet. Alle anderen Waffen in diesen Verbänden waren auf das Zusammenwirken mit Kampfpanzern angewiesen. Im Rahmen der Aufrüstung im nationalsozialistischen Deutschland konnte er seine Ideen zu Organisation und Einsatz der Panzertruppe umsetzen, während in anderen Ländern Offiziere mit ähnlichen Ideen, wie zum Beispiel Charles de Gaulle in Frankreich oder John Frederick Charles Fuller in England, kein Gehör fanden. Diese Grundlagen ermöglichten die Blitzkriege der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg und gelten noch heute (siehe z. B. die Vorgehensweise der US Army im 2. Golfkrieg).





